Beschlüsse der Landesversammlungen

Landesversammlung am 20. und 21. März 2026 in München

03 Höhere TI-Pauschale

Auch Zahnarztpraxen verbringen viel Zeit damit, das TI-Chaos zu managen. Regelmäßig kommt es zu Störungen der Telematikinfrastruktur und der Kommunikation im Gesundheitswesen (KIM). Diese Störungen legen Teile der Praxistätigkeit regelmäßig lahm, nicht zuletzt aufgrund der zunehmenden Abhängigkeit der Praxis- und Verwaltungstätigkeiten von diesen Systemen. Die Behebung dieser Störungen erfordert regelmäßig die Hilfe von externen Dienstleistern und bindet wertvolle Arbeitszeit der Praxismitarbeiter. Beides verursacht nicht unerhebliche Kosten. Die aufgewendete Zeit fehlt nicht nur bei der Patientenversorgung, sondern führt auch zu Verzögerungen von Behandlungsprozessen. Die hierdurch entstehenden Kosten sind durch die Kostenpauschale bei weitem nicht gedeckt. Daher fordert der FVDZ eine deutliche Erhöhung der Kostenpauschale.

Begründung:

Der Hausärzteverband meint hierzu: »Wenn es der Gesetzgeber schon nicht schafft, ein stabiles System auf die Beine zu stellen, dann muss zumindest verhindert werden, dass die Ärztinnen und Ärzte unverschuldet auf den Kosten sitzenbleiben«, forderte Professor Nicola Buhlinger-Göpfarth, Co-Bundesvorsitzende des Verbandes der Hausärzte. Ursprünglich sollte die TI-Pauschale sicherstellen, dass Leistungserbringer die Kosten des Anschlusses und des TI-Betriebs nicht alleine tragen müssen. Doch in den Augen der Hausärzte leistet diese Pauschale nicht, wofür sie gedacht war. »Die Folge: Die Kosten bleiben an den Praxen hängen«, kritisiert der Verband. Buhlinger-Göpfarth: »Der Gesetzgeber muss seine eigenen Ankündigungen ernst nehmen und die Partner der Selbstverwaltung beauftragen, hier nachzusteuern.«

Der Landesverband Bayern des FVDZ schließt sich den Forderungen des Hausärztverbandes an und unterstützt diese nachdrücklich.

Einstimmig angenommen

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