Beschlüsse der Landesversammlungen

Landesversammlung am 20. und 21. März 2026 in München

04 Überarbeitung der Abschlussprüfungen der Zahnmedizinischen Fachangestellten

Die Landesversammlung des FVDZ Bayern fordert die BLZK auf die Prüfungsvorschriften für die Abschlussprüfungen der ZFA und hier insbesondere für die GAP2 (mündlich-praktische Prüfung) grundlegend zu überarbeiten, mit dem Ziel den bürokratischen, zeitlichen und finanziellen Aufwand auf ein erträgliches Maß zu reduzieren.

Begründung:

Die aktuelle Version der Prüfungsvorschriften, und hier insbesondere die für die GAP2 (praktisch-mündliche) Abschlussprüfungen, führen zu einem erheblichen zeitlichen Mehraufwand für die Prüfungsausschüsse. War es in der Vergangenheit möglich für einen Prüfungsausschuss pro Tag 12 Prüfungen abzuhalten so reduzierte sich diese Zahl nach Einführung der Prüfungsvorschriften auf 6. Dies bedeutet, dass die Prüfungsausschüsse (am Beispiel Unterfranken) nun 11 bis 12 Tage mit den Prüfungen befasst sind, in der Vergangenheit waren dies 6 Tage bei 61 Prüflingen. Der zeitliche Aufwand für die einzelne Prüfung erhöhte sich von 30 Minuten auf 60 Minuten. Nach dem neuen Prüfungsvorschriften dauert das gesamte Prüfungsgeschehen (mit Aufklärungen) mindestens 80 Minuten.
Diese hohe zeitliche Belastung ist für die Mitglieder der Prüfungsausschüsse kaum noch zumutbar und leistbar. Es ist außerordentlich schwierig, Arbeitgebervertreter für die Prüfungsausschüsse zu gewinnen, die es sich leisten können, 11 Arbeitstage ihrer Praxis fernzubleiben. Neben dem deutlich erhöhten zeitlichen Aufwand führt das auch zu massiv gestiegenen Kosten in den ZBV´en. Um große Defizite aus dem Prüfungsgeschehen für die Haushalte der ZBV´e zu vermeiden sind massive Erhöhungen der Prüfungsgebühren notwendig. Eine Verbesserung der Prüfungsergebnisse oder der Qualität des Prüfungsgeschehens selbst ist nicht erkennbar, lediglich der zeitliche bürokratische und finanzielle Aufwand erhöhte sich massiv.

Einstimmig angenommen

Zurück